| Meine Ukulelen und einige Kommentare |
| Pendennis |
RISA |
Brüko
No
5 |
Brüko
No
4 |
Flea |
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| Pono |
"China-RISA" |
Schaepe |
GEWA |
RISA Uke´Ellie
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Mahalo U-JAM1.R
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Brüko No 1 | Brüko |
Brüko
Sondermodell |
Hulabox Tamboulele |
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| Fin-Der | Zigarrenkistenukulele |
Mahalo Flying V
|
Aloha Pineapple |
Brüko No. 2 |
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| Brüko
Sondermodell |
Beltona
Resonatorukulele |
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Meine
Ukulelen - und was mir zu ihnen einfällt.
Ich gestehe ein, dass ich die Soundbeispiele
für begrenzt
hilfreich halte, weil sie nicht den Ansprüchen wirklicher
Vergleichbarkeit
gerecht werden können. Meine persönliche Bestenliste: 1. Beltona Resonatorukulele Pendennis (Sopran-Ukulele aus Mahagoni) Brüko Sopran Ceder (Decke Zeder,
Zarge
und
Boden Palisander, Hals
Mahagoni, Griffbrett Palisander) BRÜKO Sondermodell RISA Uke´Ellie (elektrische Solid-Sopran-Ukulele) 7.
BRÜKO
No 2
BRÜKO No 1 (Ahorn Korpus)
Flea
(Sopran-Ukulele mit Korpus aus Spritzguss
Thermoplast mit Kieferdecke)
Brüko
No. 5 (akustische Sopran-Ukulele mit
Mahagoni-Korpus)
Hulabox Tamboulele (quasi Ukulelenbanjo - Tambourin dient als Fell/Korpus) BRÜKO No.4 (akustische Sopran-Ukulele mit Ahorn-Korpus) BRÜKO flach
mit
Geigenwirbeln Ahorn Zigarrenkistenukulele
(Hals BRÜKO ) Schaepe (akustische Sopran-Ukulele aus Holz/Agathis) 17.Ko´olau Pono (akustische Sopran-Ukulele mit Mahagonie-Korpus)
Mahalo U-JAM1.R (akustische
Sopran-Ukulele
mit Zeder-Korpus)
RISA (aka „China-RISA“
mit
Mahagoni-Korpus) Fin-Der
Plastikukulele 22.
GEWA (akustische Sopran-Ukulele) Hier ein paar Kommentare zu den Ukulelen. Ich habe eine Untergliederung getroffen, die sich an der Rangliste orientiert, aber es gibt Querbezüge. 1.
Beltona Nach
einiger Recherche habe ich mir schließlich Anfang 2010 meinen Traum von
einer Resonatorukulele erfüllt. Die sogenannten
"China"-Resonatorukulelen wie Johnson und Co. wollte ich mir nicht
antun, da ich bislang entweder vor allem Schlechtes gehört hatte bzw.
wenig Gutes und ich die Aussicht auf reichlich
Nachbesserungsarbeit nicht verlockend fand. Die National war mir zu
teuer, die Kopfplatte von Mya Moe fand ich einfach zu hässlich und RISA
hat ja seit einiger Zeit nur noch gewinkelte Mechaniken im Angebot, so
dass ich schließlich bei Beltona gelandet bin. Außerdem fand ich den
Korpus aus GFK verlockend, da Resonatorukulelen aus Metall schon ganz
schöne Beile seien können. Also flugs in Neuseeland bestellt (675 Euro
+ 10 Euro für Bankgebühr Neuseeland + später ca. 63 Euro Zoll und
Versand). Man bestellt bei Beltona am besten direkt per Email, wobei
man angibt, welche Farbe und Form bzw. Größe man will, zwei, drei
Monate wartet, bis sie fast fertig ist, den Preis überweist und ca.
eine Woche nach Fertigstellung ein Paket bekommt. Mit im Preis
inbegriffen war ein hochwertiger fester Koffer.
Ich bin sofort schwer begeistert gewesen von der Ukulele. Schöner heller, lauter, resonatortypischer Klang. Was soll man sagen, am besten hört und schaut man sich die Soundbeispiele an. Top bespielbar, wunderschöne Verarbeitung - einfach ein geniales Instrument. Vor allem bei Fingerpicking-Sachen bzw. Clawhammer und. Co. spielt sie ihre Qualitäten aus. Reines Strummen klingt resonatortypisch blechern. --- Pendennis Mein Favorit ist die Pendennis-Ukulele. Ich
habe sie 2006
von privat gekauft und ich bin nach Verkäufer-Auskunft nun der dritte
Besitzer.
Warum sich die bisherigen Besitzer von der Ukulele getrennt haben ist
mir ein
Rätsel; die Ukulele ist ein Traum. --- Brüko Sopran Zeder Die
akustische
Brüko
Sopran mit Zederndecke war eine
richtige Entdeckung für mich. Ich habe sie zuerst auf einer
schwedischen Website entdeckt und war sofort fasziniert von ihr. Brüko
bietet sie seitdem der Online-Shop eröffnet wurde auch als Sondermodell
ständig an. Als ich schließlich die Gelegenheit bekam, günstig ein 2.
Wahl-Modell zu ergattern, griff ich sofort zu. Nachdem ich
Auqila-Nylgut-Saiten aufgezogen hatte, zeigte sie ihre volle Qualität
und ich muss sagen, dass meine kühnsten Erwartungen übertroffen hat.
Nachdem ich bei Eröffnung dieser Website noch die Pendennis klar auf
den ersten Platz gesetzt hatte, bin ich inzwischen der Fairness und
Ehrlichkeit halber dazu übergegangen, sie zusammen mit der Brüko Zeder
und der RISA Sopran auf dem ersten Platz zu führen, schon alleine
deswegen, weil meine Vorliebe, diese oder jene Ukulele zu spielen, von
Zeit zu Zeit wechselt. Ganz klar sind aber diese drei Ukulelen momentan
meine Favoriten. Die Brüko nimmt dabei einen denkwürdigen Platz ein,
weil sie einerseits zwar den soliden, unaufgeregten Brüko-Charme hat,
für eine Brüko aber ziemlich sexy ist und mir vor allem zurzeit für
mich das Idealbild der Ukulele darstellt - wobei man zu recht
kritisieren kann, dass sie nicht gerade die typische Ukelele ist
(Zederndecke...). Aber irgendwie hat das Instrument eine herrliche
Performance. Sei dem, wie dem sei - diese Brüko ist für mich absolut
der best-buy. Kostet zur Drucklegung dieser Zeilen schlappe 180 Euro
und ist jeden Cent wert - auch wenn ich nur einen Bruchteil davon
bezahlt habe.
--- RISA Sopran Fichte Die akustische RISA Sopran-Ukulele stritt
sich lange mit der
Pendennis um den 1. Platz in meiner Rangliste und man kann nicht sagen,
dass
die eine schlechter wäre als die andere. Wie ich vorangehend schon
angedeutet
habe, ist der subjektive Eindruck maßgeblich für meine
Klangbeurteilung. Und wie sich nun eine Ukulele anhören soll, tja... ---
BRÜKO Sondermodell
Dieses einfach wunderschöne
Instrument ist mir beim Ukuleletreffen in Winterswijk zugeflogen.
Gestiftet hat es die Firma BRÜKO für eine Tombola anlässlich des 5.
Jubiläums des 1. Deutschen Ukulelenclubs - dessen Mitglied ich nicht
bin. Nun habe ich das gute Stück zwar nicht gewonnen, aber der
unglückliche Gewinner wollte sie aus persönlichen Gründen sofort
verkaufen und ich war so freundlich, ihn für die Hälfte des Neupreises
vom Besitz zu erlösen. Ja, so bin ich.
Zur Beschreibung: Ukulele-Longneck. Zarge / Boden (gewölbt): Jacaranda - Decke: Fichte (spiegelverleimt) - Schalllocheinlage: Palisander - Binding: schwarz - Hals: Riegelahorn mit Palisanderfeder - Griffbrett: Palisander - Kopfplatte: Riegelahorn. Wirklich ein sehr, sehr schönes Stück, das ausgezeichnet bespielbar ist, über einen wunderschönen, druckwollen Klang verfügt und meiner Meinung eine perfekte Ukulele ist. --- RISA Uke´Ellie Die RISA Uke´Ellie ist nur deshalb auf dem
dritten Platz
gelandet, weil sie keine akustische Ukulele ist. Da sie nur unter zur
Hilfenahme eines Verstärkers (laute) Klänge produziert, fällt sie ein
wenig
heraus aus der Klangwertung. Was ihr aber einen der vordersten Plätze
sichert
ist der Umstand, dass sie sehr gut verarbeitet, optimal bespielbar ist,
großartig und einzigartig aussieht und man unglaublich viel Spaß mit
ihr haben
kann. ---
Brüko No.2 Selbst wer alles hat, braucht
immer mal wieder was Neues. In meinem Fall war es dann auf einmal eine
Brüko No. 2. Ich bin schon in früheren Jahren immer wieder an einem
Musikinstrumentengeschäft vorbei gelaufen, das eine solche No.2 im
Angebot hatte und mein Gedanke war immer: man, sieht diese Brüko No. 2
daneben aus. Schrill bunt und mit einem Palmenmotiv lackiert, das nach
Pappschablone und Holst-Rally-Black aussah. Aber dann kam der Tag, an
dem ich im Internetforum des 1. Deutschen Ukulelenclubs las, wie jemand
stolz vom Kauf seiner neuen Brüko No.2 erzählte und als ich die Bilder
ansah, fand ich sie plötzlich ziemlich - tja, was soll ich sagen:
vintage. Hergestellt wird sie nämlich auch nicht mehr
(verständlicherweis.) Ich habe mich kurz gefragt, ob ich jetzt von
allen guten Geistern verlassen worden bin, die Frage mit ja beantwortet
und beschlossen, geheimniskrämerisch niemanden zu erzählen, dass ich
noch eine No.2 in jenem besagten Geschäft vermutete. (Als Jäger und
Sammler von Ukulelen bin ich natürlich auch ein wenig paranoid.) Ein
paar Wochen später kam ich dann mal wieder bei dem (350km entfernten)
Geschäft vorbei und hab dort das letzte Exemplar erstanden (85 Euro).
Es ist übrigens leidlich lackiert, aber ich werte das als Originalität.
---Die Ukulele hat mich dann allerdings von Klang und Bespielbarkeit qualitätiv überrascht. Neben dem Umstand, dass sie praktisch gar nichts wiegt (ich schätze < 300 Gramm) klingt sie sehr schön und recht laut. Der Klang geht eher Richtung *Plong* als Richtung Brillanz, aber ich finde ihn sehr gelungen schön. Aloha Pineapple Die Aloha Pineapple habe ich bei
einer Verlosung gewonnen, die Peter Fritz Hansen im Internetforum des
1. Deutschen Ukulelenclubs gestartet hatte.Die Decke ist von Hans
Thüring ersetzt worden, nachdem Fritz sie beschädigt erworben hatte.
Das restliche Holz könnte Koa sein. Hergestellt wurde sie ~1925. Ich
war eigentlich - jedenfalls rein optisch - immer ein wenig skeptisch
bei Pineaplle-Ukulelen, allerdings muss ich sagen, dass ich mehr als
überrascht war, was für eine gute Ukulele dieses Instrument doch ist
(nicht dass ich gedacht hätte, Fritz verlost Schrott - meine Güte, das
doch nicht. Aber sie ist wirklich überraschend gut.) Auffällig ist, wie
dünn der Hals in den oberen Bünden ist. Alles in allem lässt sich die
Ukulele sehr gut spielen und mir gefällt ihr heller, gut akzentuierter
Klang. Vielen Dank hier noch mal an Fritz!
---Brüko No.1 Die
Brüko No 1 ist für mich so etwas wie ein kleiner
Überraschungssieger.Das besondere an ihr ist der schlanke Korpus und
die dünne
schwarz-matte Lackierung, der lediglich ca 33 mm dick ist im Gegensatz
z.B. zur No 5 mit ca. 56mm.
Der Grund, dass ich sie als Überraschungssieger bezeichne, liegt darin,
dass sie obwohl der Korpus so geringe Tiefe aufweist und glatt
schwarz lackiert ist laut und sehr schön und eigen im Klang ist. Mein
Modell hat einen Ahorn-Korpus, allerdings gibt es die No 1 auch noch
mit einem Mahagoni-Korpus. Ich denke, dass für meinen Geschmack der
Ahorn-Korpus vorzuziehen ist, da er im Ruf steht lauter und druckvoller
zu sein als die Mahagoni-Variante und ich dies zumindest im Vergleich
zu meiner No 5 (eben mit Mahagoni-Korpus) bestätigen kann. Der Klang
ist sehr angenehm "ukulelige" voll und druckvoll. Es ist wirklich eine
ausgezeichnete Ukulele, die sich m.E. besonders gut als
Akkordbegleitung eigenet, was nicht heißen soll, dass sie nicht
ebenfalls gut für das Melodiespiel geeignet ist.
Flea Die Flea ist meine erste wirklich
hochwertige Ukulele
gewesen, würde ich behaupten. ---
Brüko No.5 Die Brüko No.5 habe ich mir weiland zum
Geburtstag geschenkt
– obwohl ich die meines Erachtens bessere – Flea bereits hatte. Aber
Ukulelen
kann man nicht genug haben und man muss ja mitreden können, wenn es um
Brüko
geht. Ich hatte zwar schon eine Brüko No.4, aber die ist aus Ahorn und
außerdem
keine No.5. Die 5 ist aus Mahagoni mit einem Ahornhals. Die Brüko No.5
ist für
mich die Brot-und-Butter-Ukulele, quasi der VW-Käfer unter den
Ukulelen. Zu
nennen ist, dass sie (wie die No.4) kein extra aufgesetztes Griffbrett
hat. In
Deutschlands Traditions-Ukulelen-Manufaktur gefertigt, ist es
eigentlich ein
Muss, mindestens eine Brüko zu besitzen. Das sieht die Firma Brüko
wahrscheinlich genauso.
Wer mit seiner Ukulele auch ohne
Strom viel Krach machen will, der sollte sich so etwas hier holen: eine
Hulabox Tamboulele. Eigentlich ein Ukulelenbanjo, würde ich sagen, aber
der reinen Lehre nach wohl doch nicht. Das wunderbare Stück, das ich
besitze, kommt aus dem Hause des genialischen Hans Thüring, der
inzwischen praktisch den gesamten Erdball mit allerlei Instrumenten
beliefert, die er zum Teil selbst baut, konstruiert, repariert, spielt
und und und. Der Begriff Tausendsassa trifft auf ihn in jeder Beziehung
zu, schließlich ist auch dies nur ein Ausschnitt seines Schaffens. Und
Herr Thüring hat der Welt auch diese Tamboulele geschenkt bzw. mir
verkauft. Als der Paketdienst sie geliefert hat, habe ich mich gefreut
wie ein Schnitzel. Wirklich ein Superding. Klingt gut, ist saulaut und
lässt sich sehr gut bespielen. (man muss allerdings bedenken, dass das
Klangfell ein Tambourin ist bzw. war, also sollte man keine Finesse
erwarten, sondern ein hartes, kehliges PLONG, das es in sich hat). Ein
großartiges
Instrument, das viel Spaß macht. Das perkussive Moment der
Ukulele kommt hier noch stärker zum Tragen, besonders durch den
extremen Klang - und natürlich durch die beachtliche Lautstärke, hat es
eine ganz eigene Berechtigung. Es eröffnet dem Spieler auch im
Zusammenspiel mit anderen Instrumenten neue Perspektiven. Man sollte
höchsten darauf achte, dass unter den Zuhörern niemand mit
empfindlichen Ohren ist. Wem schon herkömmliche Ukulelen die Ohren
klirren lassen, wird die Tamboulele absolut waffenscheinpflichtig
finden.
--- Brüko No.4 Hier kommt mein persönlicher
Preisleistungssieger: die Brüko
No.4. Das liegt daran, dass ich sie auf dem Flohmarkt für 5 Euro
gekauft habe.
Zwar fehlten zwei Wirbel und natürlich die Saiten, aber das ist bei dem
Preis
ja wohl noch zu verkraften. Brüko Sondermodell "Mittelalter" Wer über eine wenig Geschmack und
Stilsicherheit verfügt, Ehre im Leib hat und nicht von
allen guten Geistern verlassen ist, der zieht Ukulelen mit geraden,
stehenden Mechaniken umgelenkten um. Umgelenkte Mechniken sind war für
Leute, die eigentlich lieber Gitarre spielen möchten, aber so cool sein
möchten, wie es eben Ukulelenspieler einmal sind. (Wenn man konsequent
ist, dann spielt und besitzt man sowieso vor allem bzw. ausschließlich
Sopran-Ukulelen und hält sich von anderen Größen fern - aber es muss ja
jeder selber wissen, was er von sich hält! Sollte sich jemals eine
Konzert-Ukulele auf diese Site verirren, dann nur zu Vergleichszwecken
oder aus so unseligen Gründen, die mir zu einer Pono mit umgelenkten
Mechaniken verholfen haben. Die Mahalo Flying V habe ich geschenkt
bekommen. Dafür kann ich nichts. Schlimme Sache.
---Aber kommen wir zum eigentlichen Thema der Rubrik: Eine flache Brüko mit Geigenwirbeln. Flache Ukulelen sind natürlich auch nicht die reine Lehre, aber wir sind hier ja nicht bei den Ukulelen-Taliban... Naja, nur in der Nähe. Jedenfalls hatte ich mal wieder die Chance, ein Schnäppchen zu machen und ergatterte dieses exklusive Sondermodell aus dem Hause Brüko für ´n Appel und ´n Ei. Ich sag lieber nicht, wie billig, weil der Preis genau so unverschämt niedrig bei der Brüko Zeder war und mir das irgendwann alles peinlich wird, was ich abstaube (ich bin nämlich nicht wirklich geizig, sondern einfach arm und muss sehr preisbewußt sein.) Es ist Fakt, dass man, wenn man es drauf hat, Ukulelen mit direkten Wirbeln genauso leicht stimmen kann wie mit umgelenkten Wirbeln - höchstens schneller. Die Stimmung halten sie auch lang genug und schließlich kostet Stimmen ja kein Geld (sic!). Wenn man also Verfechter der orthodoxen Ukulelenlehre ist, kommt man irgendwann auf den Gedanken, es den ganzen umgelenkte-Wirbel-sind-viel-besser-Heinis mal zu zeigen und sich eine Geigenwirbel-Ukulele zu holen, um zu beweisen, dass sogar diese technische Schlichtheit mehr als genügt, leicht zu stimmen und stimmstabil ist. Ich sage dazu nur soviel: Es ist was für Liebhaber. Klanglich ist es eine typische flache Ahorn-Brüko. Nicht umwerfend im Klang, aber solide, laut und schön. ---
Und dann habe ich da noch eine Zigarrenkistenukulele. Ich weiß nicht
warum, aber irgendwie übt diese Art Ukulele scheinbar einen großen Reiz
auf Ukulelisten aus. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass jeder eine
haben will. Ich weiß nicht genau, woran es liegt. Aber auch diese hier
ist ein schönes Stück und wurde von Hans Thüring gebaut, was für
Qualität spricht. Da eine Zigarrenkiste nicht in erster Linie für den
hiesigen Zweck gebaut wird, darf man nicht die edelsten und feinsten
Tonhölzer erwarten, allerdings sind Ukulelen, als außerhalb jeder
Vergleichbarkeit mit anderen Instrumenten stehende Himmelsgeschenke
nicht auf solche Dinge angewiesen, um eine gute Ukulele zu sein.Zigarrenkistenukulele Jedenfalls ist diese hier (wohl nicht zuletzt aufgrund des verwendeten Brüko-Halses) sehr gut bespielbar, intoniert sauber und klingt hell, klar, nicht zu leise und macht viel Spaß. Außerdem kann man sie immer noch aufklappen und irgendwas rein tun. Zum Beispiel Zigarren. Tolles Ding! Schaepe
Die Schaepe ist eigentlich
unberechtigterweise soweit
hinten gelandet, wenn ich ehrlich bin. Sie ist so günstig, dass man sie
eigentlich schon als hinterher geworfen bezeichnen muss. Sie ist eine
waschechte Billig-Ukulele und der eigentliche Witz ist, dass sie für
die paar
Euro, die sie kostet ziemlich gut ist. Intonation, Klang,
Bespielbarkeit sind
wesentlich besser als man es jemals für das Geld erwarten kann. Man
sollte sich
vielleicht lieber nicht die Produktionsbedingungen vorstellen, zu denen
solche
Preise möglich sind. Ko´olau Pono Zur Pono bin ich gekommen wie die Jungfrau
zum Kind.
Eigentlich wollte ich eine (matt lackierte) Bushman Jenny bestellen.
Die kam
aber – aufgrund der legendären Bushman-Lieferzeiten – nicht an den
Laden und
somit bekam ich stattdessen eine Pono angeboten. Eigentlich hätte es
eine matte
Pono sein sollen, aber die kam auch nicht an den Laden und außerdem
hätte es
eine Pono mit Binding (wunderschön!) sein sollen – aber die gab es dann
in dem
Laden nicht mehr und ich bekam eine bindinglose (seufz)
hochglanzlackierte (seufz) Pono
(mit pono-typischen gewinkelten Mechaniken). Wenn ich zwei
Dinge nicht mag, dann sind es gewinkelte Mechaniken und
Hochglanzlackierung. Aber
was soll man machen. Da ich ja Ukulelen sammele, dachte ich mir, ist es
vielleicht ganz gut, auch von Ukulelen ein Exemplar zu haben, die man
nicht so
toll findet, quasi der Vollständigkeit wegen (ja, ich weiß, ist Unsinn,
dann
müsste ich ja alle Ukulelen habe, die es gibt. Aber das möchte ich ja
eigentlich auch. Aber vielleicht doch erst die schönen, tollen.)
---
Mahalo U-JAM1.R Die folgenden Plätze teilen sich
die Mahalo
und die
„China-RISA“. Hier wollte ich nicht viel differenzieren. Und ich will
es kurz
machen.
Die Mahalo habe ich mir mal im Vorbeigehend quasi in Amsterdam für wenig Geld gekauft. Andere kaufen sich Gras in Amsterdam, meinereiner eine Ukulele. Jedem seine Droge! Sie ist nichts besonderes, ein wenig lieblos gemacht könnte man sagen, wenn man sich z.B. den Halsansatz am Korpus anschaut und andere Einzelheiten, aber schlimm ist das nicht. Interessanterweise ist sie die einzige rein akustische Ukulele, die ich besitze, die mit einem Gurtknopf unten am Korpus ausgestattet ist. Die Decke ist aus Zeder, was eigentlich ein gutes Tonholz sein soll, aber man merkt wenig davon, was wohl nicht zuletzt auch an der ungünstigen Brückenposition liegt, die zu weit von der breitesten Stelle der Decke weg sitzt, um effektiv arbeiten zu können. Die Saitenlage ist ziemlich tief und deshalb eignet sich die Mahalo besser zum Akkordschrammeln als zum Zupfen. Sie hört sich nicht wirklich schlecht an, ist aber ein leise und intoniert auch mäßig. Naja, ich hatte eine schlechte Woche damals und brauchte eine neue Ukulele um besser drauf zu kommen. Hat geholfen.
Die Mahagoni RISA (aka „China-RISA“), war
meine zweite
Ukulele überhaupt und damals hielt ich sie für ein tolles Instrument.
Naja, man
kommt eben dumm auf die Welt… Mahalo Flying V Mahalo Flying V zählt nicht gerade
zu den Vertretern der reinen Ukulelenlehre. Sie hat umgelenkte
Mechaniken und der Korpus ist der Gibson Flying V Gitarre
nachempfunden. Da die Gibson eine Solid-Body-E-Gitarre ist, die
Mahalo-Ukulele aber eine akustische Ukulele, muss man eine
grundsätzlich mäßige Akustik in Kauf nehmen. Aber diese Ukulele kommt
ja sowieso eher aus der Spaßfraktion. Sie klingt nicht schlecht, aber
recht leise und intoniert mäßig.
--- Fin-Der Plastikukulele Und damit kommen wir zur "Fin-Der
Diamond Head Hawaiian Ukulele". Ich wollte immer schon einen
Vollplastikukulele habe und als ich die Chance erhielt, habe ich sofort
zugegriffen. Die Fin-Der ist ursprünglich so um 1950 herausgekommen und
hat Patentwirbel, die nicht, wie sonst bei Friktionswirbeln üblich, per
Schraube in der Spannung verstellt werden können. Ich weiß nicht, wie
das in diesem Fall genau funktioniert oder funktionieren soll. Es
klappt auch recht gut, d.h. dass drei von vier Wirbeln die Spannung gut
und einer mäßig hält, was natürlich eigentlich nichts taugt, da ja alle
stramm sitzen müssen, damit man seinen Spaß hat. Nachdem ich mit ein
wenig Paketschnur nachgeholfen habe, funktioniert das nun besser.
Man soll es nicht glauben, aber die Ukulele hat einen saustarken Klang. Irgendwie klingt sie extrem ukulelig, finde ich. Hell und laut. Was ein echtes Problem ist, ist die Saitenlage, die so hoch ist, dass kleingewachsene Zeitgenossen darunter Limbo tanzen können. Das tut der Bespielbarkeit einigen Abbruch, denn man muss schon gut zielen, damit die Saiten, gedrückt von der Fingerkuppe, auf ihrem weiten Weg hinab zum Griffbrett nicht abrutschen. Ja, seien wir ehrlich, die Bespielbarkeit ist schlecht. Aber die Ukulele ist ziemlich "vintage", klingt lustig und ist halt ein rechtes Sammlerstück. Aufgrund der Bespielbarkeit und mäßigen Wirbel weit unten angesiedelt, aber eigentlich ein tolles Ding. 22. GEWA Und damit komme ich zu dem heimlichen Star
dieser Rangliste,
meiner ersten Ukulele, die ich zusammen mit dem schlechten
Ukulele-Lehrbuch
„Ukulele Total“ im Set gekauft habe. Als ich sie im Internet bestellt
habe,
wurde sie damals als „hochwertige Holz-Ukulele“ beworben. Was für eine
Frechheit! So dreist wird selbst in der Werbung oder bei
Wahlversprechen selten
gelogen.
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